Autor: Nikolaus Stigloher

WAS FÜR EIN HERBST!

Ausgeruht und motiviert starten wir jetzt in einen aufregenden Herbst. Zum ersten Mal für uns und auch das erste Mal für das Stadtcafé in Kolbermoor, spielen wir unser Erfolgsprogramm „C’est la vie“! 

Wir freuen uns überaus!!!  Wochen vor unserem Gig im Stadtcafé, in Kolbermoor, sind wir ausverkauft. :-))

Es gibt bereits eine Warteliste für ein Wiederholungskonzert. Den Termin teilen wir rechtzeitig mit. 

Am 2. Oktober, ab 19.00 Uhr,(Einlass 18.00 Uhr) 08031 28 78 426,  C’est la vie! So ist das Leben!

Ein weiteres Highlight ist im Oktober, im Rahmen der Literaturtage, in Bad Aibling. 

23.10.26 Alte Meierei, Tel: 08061 28 03 721, Natürlich sind wir wieder dabei. Habt noch Geduld. Ihr bekommt rechtzeitig Infos!!

Rayka, Nikolaus, Ernst und Richard 

À demain! Salut!


„Aber der Puppenwagen bleibt da!“

Ein Highlight der Bad Aiblinger Literaturtage!

Die Kraft der Geschichten und der Bilder, die begleitend auf einer großen Leinwand gezeigt wurden, ließen es mucksmäuschenstill werden in der voll besetzten Aula der Wirtschaftsschule Alpenland.

Rayka, die Bad Aiblinger Autorin, schilderte lebhaft, mit großen Gesten, dann wieder leise schmeichelnd, wie ein Kind, ihre Kindheit, beginnend im sowjetisch besetzen Teil Berlins. Die gezeigten Fotos stammen aus ihrem Fundus und eine Reihe Aquarelle zum Thema, habe ich gemalt. Unterstützt von Liedern, live gespielt und gesungen von Rayka, Ernst Kontrabass, Richard Trompete und mir, Gitarre, den LifveChords, gab es dem Abend die besondere Stimmung.

Der Atem stockte, als Rayka schilderte, wie am 17.Juni 1953 Soldaten im Hof des Hauses, in dem sie lebten, mit erhobener Waffe riefen: „Weg vom Fenster, sonst schießen!“ Ihrer Mutter wurde klar, dass sie mit dem Kind hier nicht bleiben kann. So entschied sie sich für die Flucht in den Westen.

Hier entstand der Titel des Buches: „Aber der Puppenwagen bleibt da!“. Spannend erzählte Rayka weiter, wie sie damals, für immer, die Wohnung verließen und sie nicht verstand, warum sie den Puppenwagen nicht mitnehmen durfte.

Es folgte ein jahrelanger Wechsel von Lager zu Lager, bis zur Rückkehr, aus Heimweh, nach Westberlin. Die politische Lage spitzte sich zu, da die Menschen der damaligen DDR in großer Zahl nur wegwollten, in die Freiheit.

Mit dem Einverständnis Russlands beschloss das Regime der DDR unter Walter Ulbricht am 13.August 1961 eine Mauer zu errichten. Versteinert saßen die Westberliner am Radio und hörten diese Nachricht.

Mit bewegenden Worten beschloss Rayka den Abend und das Publikum applaudierte langanhaltend.

Mit dem eigenen Lied: „Leben“ beendeten wir diese außergewöhnliche Lesung. Seit 10 Jahren ist Rayka Emmé mit verschiedenen Projekten Teil der Literaturtage, Bad Aibling und in ihrem Kopf kreisen schon wieder Ideen für neue Geschichten.

Das Buch „Aber der Puppenwagen bleibt da“ ist erhältlich in der Buchhandlung Librano und unter info@stigrafik.de